Was steht hinter dem Hospizgedanken?

Was bedeutet Hospiz?

Hospize waren im Mittelalter meistens von Orden geführte Häuser, die Reisenden, Pilgern oder kranken Menschen als Herberge dienten. Hospize standen allen offen. Hier fand, wer unterwegs war, einen Ort der Geborgenheit, Begleitung und Beistand in Krankheit und im Sterben.

In Anlehnung an diese Tradition nannten sich später christlich geführte Herbergen, Pensionen und Hotels: „Hospize“.

Ausgangspunkt der Hospizbewegung ist London, wo 1967 die Sozialarbeiterin, Krankenschwester und Ärztin Dr. Cicely Saunders das erste Hospiz gründete. Seitdem sind Hospize in vielen Ländern der Erde entstanden.

1969 veröffentlichte die Schweizer Ärztin Elisabeth Kübler-Ross in den USA das Buch
„Interviews mit Sterbenden“ und rückte damit das Tabu-Thema Tod und Sterben ins Licht der Öffentlichkeit. Seit 1988 gibt es die ersten ambulanten und stationären Hospize in Deutschland.

Der Hospizgedanke, wie wir ihn heute verstehen, prägt unseren Umgang mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Er braucht nicht immer ein Gebäude, sondern ist eine innere Haltung. Diese innere Haltung führt dazu, dass Frauen und Männer, die sich zu dieser Tätigkeit hingezogen fühlen, den Erkrankten mit seinen Vorstellungen und seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt des Interesses sehen - denn jeder Mensch braucht in dieser Situation einen anderen, mit dem er seine Seele teilen kann.
Ehrenamtliche Hospizmitarbeiter des Ambulanten Hospizdienstes DASEIN sind dazu bereit.