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Bild: Werner Krüper

Letzte Hilfe Kurs Wunstorf

Nachricht Wunstorf, 18. August 2022

"Letzte Hilfe Kurs"

Am Ende wissen, wie es geht

Termin:
22.  September 2022 von 16.00 bis 20.00 bei der Tagespflege Tegeler, 31515 Wunstorf, Hesselhorster str. 8

Die Kursgebühr beträgt 20 €, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher ist eine vorherige Anmeldung beim Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst DASEIN im Ev.-luth. Kirchenkreis Neustadt–Wunstorf notwendig. 
Telefon: 05031 94 90 300 oder
E-Mail: hospizdienst.dasein@evlka.de

Anmeldungen bitte im Hospizbüro.

Was kann ich tun, wenn jemand in meinem Umfeld schwer erkrankt und sterben wird? Diesen Themenkomplex behandeln die Palliative Care Kraft Heike Hendel sowie die Hospizmitarbeiterin Margot Grewohl im Letzte Hilfe-Kurs. „Jeder Mensch kommt irgendwann mit dem Thema in Berührung, jeder ist einmal betroffen,“ erklärt Margot Grewohl, „wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, konkret zu handeln, wenn es so weit ist.“

Erörtert wird unter anderem, wie man selbst mit einer Patientenverfügung vorsorgen kann und welche Entscheidungen gegebenenfalls zu treffen sind. Ein wichtiger Teil des Kurses dient der praktischen Hilfestellung: „Das sind Fragen, wie ich jemandem helfen kann, der Durst hat, aber nicht mehr selbständig trinken kann,“ sagt Heike Hendel, „wir zeigen den Teilnehmern die Möglichkeiten auf. Wir besprechen, wie körperliche Nähe helfen kann, wie man Schmerzen lindert und der Abschied gestaltet werden kann.“ Auch die Frage, wie sich erkennen lässt, dass jemand bald stirbt, wird offen besprochen. Im Letze Hilfe-Kurs gibt es keine Tabus. Im letzten Teil des Kurses geht es um die Situation, wenn der Tod eingetreten ist. Wann muss etwa ein Arzt angerufen werden? An wen wende ich mich?In Umfragen geben 70 Prozent der Menschen an, zu Hause sterben zu wollen, dennoch sei das nur bei wenigen der Fall. „Die Menschen erleben es kaum noch, dass Angehörige in ihrem Beisein zu Hause sterben und das löst Unsicherheiten aus,“ sagt Margot Grewohl. „Vor allem ist uns wichtig, klarzumachen, dass niemand am Ende alles allein leisten muss,“ fügt Heike Hendel hinzu, „es gibt örtliche, ambulante Hospiz- und Palliativdienste, die unterstützen.“